Was ist ein Kurator?

Wikipedia erklärt uns dazu folgendes: „Das Wort Kurator stammt vom lateinischen Wort curator („Pfleger“, „Vertreter“ oder „Vormund“) sowie von curare („Sorge tragen“, „sorgen um“) ab. Das verwandte Wort Kuratorium (ein Kurator ist das Mitglied eines Kuratoriums) kann auch eine Aufsichtsbehörde, einen Verwaltungsrat, einen Hochschulrat oder (i. d. R.) einen Stiftungsrat bezeichnen.“

In Bezug auf Fotokunst können wir uns auf zwei Bedeutungen konzentrieren:

Der Kurator eines Museums

Im Museumsbetrieb ist ein Kurator zum Beispiel für die Erweiterung, Pflege und Entwicklung von Sammlungen zuständig. Ihm obliegt es, den Schwerpunkt der Sammlung zu pflegen und weiter zu entwickeln. Häufig organisiert ein Kurator dabei Ausstellungen. Seine Kernaufgabe besteht darin, sich mit den Künstlern und ihren Werken auseinander zusetzen, diese auf ihren künstlerischen und gesellschaftlichen Wert hin zu prüfen bzw. zu beurteilen.

Der freie Kurator

Als freie Kuratoren werden die Organisatoren / Macher von Ausstellungen bezeichnet. Häufig werden diese beauftragt, Ausstellungen zu bestimmten Themen oder Kunstgebieten zu organisieren. Die Auswahl, Akquisition und Aufstellung / Präsentation der Werke unterliegt ihnen genauso wie die künstlerische Regie.

Es ist nicht selten, dass sich mehrere Kuratoren zu einem Kuratorium zusammenschließen, welche dann Werke in ihrer Bedeutungsstärke – dem künstlerischen Wert – beurteilen. Oft wird dies dem zukünftigen Potenzial des Künstlers – im Hinblick auf dessen persönliche, künstlerische sowie auch wertmäßige Laufbahn -zugeschrieben.

Anerkannte Kuratoren und Galeristen sind somit ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Preisbildung und Preisfindung zeitgenössischer und moderner Kunst. Häufig sind Kuratoren die Personen, die junge Künstler entdecken, entsprechend in ihrem Netzwerk empfehlen und somit für dessen Laufbahn entscheidend sind.

Die Arbeit von Kuratoren wird höchst unterschiedlich diskutiert. Einige Kuratoren bevorzugen Schüler anerkannter Meister bzw. Absolventen bestimmter Hochschulen. Andere wiederum beurteilen die künstlerische Arbeit anhand einer Blindauswahl der zu beurteilenden Werke.

Kuratoren: Fluch oder Segen der Kunst?

Durch die ureigene Aufgabe eines Kurators, nämlich festzulegen:

  1. Wer ist für den jeweiligen Kunden der passende Künstler?
  2. Für welchen Preis kann diese Kunst präsentiert, eingekauft oder vermarktet werden?
  3. Welches Werk passt am besten ins „Museum of Modern Art“ nach New York oder an die noch freie Wand der Luxusvilla seines betuchten Kunden? usw.

Wird der Kurator zum bestimmenden Faktor, was als Kunst vermarktet oder geschätzt wird. In der Regel werden Kuratoren von Künstlern umworben. Ein direkter Rückschluss auf die Einflüsse von Kuratoren auf Künstler, Kunstszene und Stilrichtungen sind nicht bekannt, dürfen aber unterstellt werden.

Und an dieser Stelle setzt sich der Kreislauf in Bewegung. Kuratoren netzwerken mit Künstlern, Investoren, Museen und Galerien. Für viele Fotografen stellten sie somit den einzigen Zugang zu Bekanntheit, Anerkennung und finanziellen Ausgleich her.

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